Fußball-EM: Im UKW-Radio fallen die Tore zuerst

Kennen Sie das? Ihr Nachbar jubelt bereits und bei Ihnen fällt gerade erst das Tor. So wird es auch heute Abend, wie auch schon bei einigen Spielen zuvor, zu Jubel-Echos kommen. Denn nicht beim jedem Zuschauer oder Zuhörer fällt das Tor zur gleichen Zeit.

Zunächst ist wichtig zu entscheiden, über welchen Übertragungsweg man das Spiel hören oder sehen will. Also ob man über Satellit, Kabel, UKW, DAB+ oder über Livestream dabei sein will. Bei den einzelnen Verbreitungswegen gibt es zeitliche Verzögerungen von bis zu 30 Sekunden.

Wer sich für das Fernsehen entscheidet, also für die Übertragungsverfahren Antenne (DVB-T), Satellit (DVB-S) oder Kabel (DVB-C) der wartet zwischen drei und fünf Sekunden auf den Torjubel. Wer in HD guckt, muß zusätzlich mit Verzögerungen im Millisekundenbereich rechen. Auch das analoge Kabel ist längst nicht mehr der schnellste Übertragungsweg, was jedoch bei den Kabelanbietern noch unterschiedlich ist.

Wer sich für das Radio hören entscheidet, wird mit den schnellsten Toren belohnt. So braucht das Signal, wenn man einen Sender über UKW hört, ein bisschen länger als eine Sekunde bis zum Hörer. Wer das neue Digitalradio DAB+ hört, der muss sich auf Zeitverzögerungen zwischen zwei bis vier Sekunden einstellen. Einzelne Sender brauchen auch deutlich länger.

Am Längsten dauert das Sendesignal per Livestream. Hier kann man bis zu 30 Sekunden auf das Tor warten.

Also wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Nachbar mal wieder eher jubelt als sie. Oder schalten Sie einfach ihr UKW-Radiogerät ein und genießen sie die Tore als Erster.

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