Deutschlands kleinstes UKW-Radio gestartet

Am Osterwochenende ist mit Radio Saarschleifenland ein Privatradio auf Sendung gegangen, das über die UKW-Frequenz 106,1 MHz im Saarschleifenland nur für einen ganz kleinen Zuhörerkreis auf Sendung gegangen ist. Die Frequenz hat eine technische Reichweite von 29.000 Hörern.

Einige Tage zuvor ist mit Radio Artern wohl deutschlands kleinstes UKW-Radio gestartet. Die Programmmacher in der nordthüringischen Stadt Artern gehen von einer technischen Reichweite von 4.300 Haushalten in der Stadt und im Kyffhäuserkreis aus. Der Sender ist als Bürgerradio konzipiert und lebt von ehrenamtlicher Tätigkeit seiner Macher. So stehen die Studiotüren auch für künftige Radiomacher offen.

Initiator des Projekts ist Jörg Schlottmann. Er will in der strukturschwachen Region Bürger zum mitmachen bewegen. Schlottmann hat insgesamt 4 Jahre gebraucht um aus seinem Hobbyprojekt nun einen offiziellen Radiosender mit Lizenz zu machen.

Zunächst für ein Jahr ist Jörg Schlottmann als Sendernetzbetreiber der Bundesnetzagentur genehmigt. In seinem Haus am Solsteg 1 in Artern betreibt er die UKW-Antenne, die über die Frequenz 100,5 MHz mit 10 Watt ausgestrahlt wird. Die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) hat dem Verein „Total Sozial e. V. Bürgerradio“ zunächst vom 1. April bis 26. Mai 2016 eine Veranstaltungsradiolizenz erteilt. Die Programmmacher wollen aber nach Möglichkeit über einen deutlich längeren Zeitraum auf Sendung bleiben. Schlottmann plant, über den aktuellen Ereignisrundfunk hinaus, in Artern – wenn möglich – kommerzielles Lokalradio zu etablieren.

Ein ähnliches Vorhaben hat Antenne Wetterau in Hessen. Im Internet sucht der Sender nach Geld für die Umsetzung seiner Pläne. „Durch den rasanten Aufbau an Hörerzahlen möchte Antenne Wetterau mit der Crowdfunding-Kampagne: – Antenne Wetterau stellt auf UKW um – die nötigen finanziellen Mittel beschaffen. Mit der geplanten Sendeanlage für UKW, soll die ganze Gemeinde die Möglichkeit erhalten Antenne Wetterau zu genießen“, so Antenne Wetterau in einer Aussendung. Allerdings hat sich an der Crowdfunding-Kampagne bisher noch niemand beteiligt, so dass diese Art der Geldbeschaffung wohl ergebnislos bleibt.

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