Deutschlandfunk beendet Mittelwellenübertragung zum Jahresende

Die Mittelwelle war über viele Jahrzehnte der wichtigste Verbreitungsweg für den Hörfunk. Diese Ära geht nun zu Ende. Die Landesrundfunkanstalten der ARD haben bereits vor einigen Monaten ihre letzten Mittelwellensender abgeschaltet. Am 31. 12. 2015 werden die letzten Sender abgeschaltet, über die der Deutschlandfunk derzeit noch auf Mittelwelle verbreitet wird. Damit endet in Deutschland die 95 Jahre währende Ära der analogen Verbreitung amplitudenmodulierter Rundfunksignale. Deutschlandradio und die öffentlich-rechtlichen Sender folgen damit einer Empfehlung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs. Diese hat den Landesrundfunkanstalten den Finanzbedarf für den Aufbau des Digitalradios genehmigt und dafür das Ende der Mittelwelle gefordert. Das Digitalradio im Standard DAB+ ist das Radio der Zukunft. Es ist effizient und bietet zusätzliche Möglichkeiten. DAB+ ist uneingeschränkt mobil nutzbar, wahrt die Privatsphäre und ist ohne Zusatzkosten zu empfangen. Weitere Informationen zum Thema: http://www.deutschlandfunk.de/abschaltung-mittelwelle.2571.de.html

Am kommenden Freitag (18.12.) blickt die Sendung „Lebenszeit“ ab 10.10 Uhr zurück auf die Mittelwellen-Ära. Hörerinnen und Hörer haben dann Gelegenheit, über ihre persönlichen Erinnerungen zu berichten. Hörertelefon: 00800 – 4464 4464 lebenszeit@deutschlandfunk.de

Im September 2013 endete bereits die Mittelwellen-Verbreitung des Programms Deutschlandradio Kultur. In diesem Sommer verschwand mit der Sprengung des 160 m hohen Sendemastes in Berlin-Britz nach gut 65 Jahren ein letztes sichtbares Relikt der analogen Mittelwellen-Verbreitung in der Hauptstadt. Der Mast gehörte zu den höchsten Bauwerken in Berlin. Für viele war er aus der Zeit des RIAS untrennbar mit der ehemals geteilten Stadt Berlin und der ›Freien Stimme der freien Welt‹ verbunden.

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