Das Ende der Mittelwelle in Deutschland, Luxemburg und Frankreich

Zum Jahreswechsel gingen wie angekündigt die Mittelwellensender des Deutschlandfunks endgültig vom Netz. Zuletzt sendete man noch über sechs Sendeanlagen – vom Sender Nordkirchen bei Münster und vom Sender Thurnau in Oberfranken auf 549 kHz, vom Sender Ravensburg in Baden-Württemberg und aus Königslutter bei Braunschweig auf 756 kHz, aus Neumünster auf 1269 kHz und aus Heusweiler im Saarland auf 1422 kHz. Dort war auch noch tagsüber SR antenne saar auf 1179 kHz zu hören, das ebenfalls abgeschaltet wurde. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) hatte den ARD-Landesrundfunkanstalten finanzielle Mittel für den Ausbau des Digitalradios DAB+ unter der Bedingung genehmigt, dass sie ein Abschaltkonzept für die Mittelwelle vorlegen und den 31. Dezember 2015 als spätestes Abschaltdatum festgelegt.

In Deutschland nutzt jetzt nur noch das amerikanische Soldatenradio AFN Mittelwellenfrequenzen in Vilseck und Mönchengladbach. Ein letztes Mal der knarzig, scheppernde, hallende Sound mit dem einst der Rundfunk in Deutschland seinen Anfang an:

(Quelle: Steppdecke2000 via YouTube)

Auch die traditionsreiche Luxemburger 1440 kHz aus Marnach schweigt seit dem 31. Dezember. Zum Sendeschluss kurz vor Mitternacht wurde das deutsche Programm von China Radio International, was dort in den letzten Jahren zu hören war, unterbrochen und die luxemburgische Nationalhymne gespielt:

(Quelle: Berger Max via YouTube)

Radio France hat seine Mittelwellen ebenfalls abgeschaltet – darunter die 1278 kHz in Séléstat bei Straßburg. Über diese Frequenz sendete bisher France Bleu Elsass sein Programm in elsässischer Sprache. Es ist jetzt nicht mehr terrestrisch zu empfangen, sondern nur noch über das Internet:

(Quelle: Sporadic-E DX via YouTube)

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