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APR: Privatradios fordern fairen Wettbewerb bei der UKW-Infrastruktur

Chancen aber auch Risiken sieht die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) im angekündigten Verkauf der UKW-Infrastruktur durch die Media Broadcast. Es besteht die Möglichkeit, die marktbeherrschende Stellung der ursprünglich aus der Deutschen Post und der Telekom hervorgegangene Anbieterin in ein wettbewerbliches Umfeld zu überführen. Es bestehe auch die Chance, beispielsweise neue, leistungsstarke aber im Betrieb kostengünstigere Antennen aufzubauen. Notwendig hierfür sei ein fairer Zugang zu den Masten und Türmen, die oft im Eigentum der Telekom-Tochter DFMG stehen, die nach vorläufiger Einschätzung des Bundeskartellamts ebenfalls marktbeherrschend für Rundfunkstandorte ist.

Die APR fordert die Kartellbehörden und die Bundesnetzagentur auf, den Verkaufsprozess kritisch zu begleiten. Ziel müsse es sein, am Ende wirklichen Wettbewerb für die Radioveranstalter herzustellen. Der Zugang zu den UKW-Standorten und den dort angebrachten Antennen müsse in jedem Fall übergangslos sichergestellt bleiben, ein Preishöhenmissbrauch bei der Miete der Infrastruktur müsse verhindert werden. UKW werde neben der sich entwickelnden Digitalisierung des Radios lange Jahre wichtigster Vertriebsweg für das Radio bleiben. Im Übrigen gelten die Forderungen der APR in diesem Punkt auch für das Digitalradio, wo sich erneut monopolartige Strukturen abzeichnen.

Felix Kovac und Olaf Hopp wiedergewählt
Die Mitgliederversammlung der APR bestätigte Felix Kovac (rt1.media group GmbH, Augsburg) für weitere zwei Jahre als Vorsitzenden. Ebenfalls im Amt wurde Olaf Hopp (Radio NRJ GmbH, Berlin) als stellvertretender Vorsitzender bestätigt.

Dem Vorstand gehören ferner an Stephan Bourauel (Verband Privater Rundfunkanbieter Baden-Württemberg, Stuttgart), Carsten Dicks (Verband der Betriebsgesellschaften in Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf), Christian Grube (Verband Lokaler Rundfunk in Nordrhein-Westfalen, Solingen), Rainer Poelmann
(Vereinigung Sächsischer Rundfunkanbieter, Leipzig), Dr. Markus Rick (Vereinigung Bayerischer Rundfunkanbieter, München), Willi Schreiner (Verband Bayerischer Lokalrundfunk, Straubing).

Als Fachgruppensprecher wurden bestimmt Harald Gehrung (Funk & Fernsehen Nordwestdeutschland GmbH & Co. KG) für den Bereich Hörfunk, Johannes Muhr (TV Bayern GmbH) für den Bereich Fernsehen, Peter Beinke (Audio Media Service Produktionsgesellschaft mbH & Co. KG) für den Bereich Technik sowie
Carsten Dicks für den Bereich Sozialpolitik.

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