Amazon startet Streamingdienst Music Unlimited in Deutschland

Im Juli hatte sich Amazon die Audiorechte an der Fußball-Bundesliga gesichert und den bisherigen Rechteinhaber Sport1.fm bei der Vergabe ausgestochen. Ab der kommenden Saison 2017/18 wird es die Vollreportagen und die Komplettkonferenz von den Bundesligapartien also bei Amazon geben.

In welchem Rahmen das Medienunternehmen die Bundesligaspiele anbieten wird, erscheint nun langsam klarer. Die Partien wird es ab Sommer 2017 bei Amazons neuen Musik-Streamingdienst zu hören geben. Spotify, Apple oder Deezer beackern schon länger den Markt für Musik-Streamingdienste in Deutschland. Jetzt will auch Amazon stärker als bisher mitmischen. Der US-Riese hat deshalb am Montag sein neues Angebot Amazon Music Unlimited gestartet, das ähnlich wie die Mitbewerber auf einen Katalog von über 40 Millionen Songs zurückgreifen kann. Schon aktuell konnten Amazon Prime-Mitglieder im Rahmen ihres Abos ein Musikangebot nutzen, das aber nur eine überschaubare Auswahl an Titeln im Repertoire hatte.

Preise wie bei den Mitbewerbern
Die Preisgestaltung für Music Unlimited orientiert sich an der Konkurrenz. Amazon verlangt für das Standard-Abo 9,99 Euro im Monat. Für Amazon Prime-Abonnenten werden 7,99 Euro im Monat fällig oder alternativ 79 Euro im Jahr. Die Kosten für das generelle Prime-Abo steigen allerdings ab Februar 2017 von 49 auf 69 Euro im Jahr. Ein Familien-Abo für Amazon Music Unlimited wird folgen, ist aber zum Start noch nicht verfügbar – bis zu sechs Familienmitglieder sollen dann für 14,99 Euro im Monat oder 149 Euro im Jahr einen Account gleichzeitig nutzen können. Attraktiv ist das Angebot für die noch wenigen Nutzer von Amazons Lautsprecher Echo, der sich per Sprache steuern lässt und als digitaler Assistent fungiert. Echo-Besitzer zahlen nur 3,99 Euro im Monat. Auch Amazon bietet einen kostenlosen 30-tägigen Testzeitraum an.

Inhalte für deutsche und österreichische Nutzer
In den USA startete der Musikdienst bereits Mitte Oktober. Für die deutschen und österreichischen Nutzer hat die Münchner Amazon Musik-Redaktion spezielle Playlists entwickelt. Hinter den „Lokalhelden“ verbergen sich verschiedene Playlists, die sich auf regionale Musik aus verschiedenen Teilen Deutschlands und Österreichs konzentrieren und die Playlist „Taufrisch“ bietet jede Woche neue Musik aus verschiedenen Genres. Auch das Angebot an Hörspielen hebt Amazon besonders hervor und verweist auf die eigenproduzierten US-Kinder-Hörspielreihen „Das geheimnisvolle Kochbuch“ und „Gortimer Gibbon“.

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